Te faaoreraa hara: te hoê taviri faufaa

376 te mea nui ko te murungaIn der Absicht, ihr nur das Beste anzubieten, ging ich mit Tammy (meiner Frau) zum Mittagessen ins Burger King (Ganz nach Deinem Geschmack), dann ins Dairy Queen zum Nachtisch (Maleachi etwas anderes). Sie denken vielleicht, dass mir die protzige Verwendung der Firmen-Slogans peinlich sein sollte, aber wie heisst es bei McDonalds so schön: «Ich liebe es». Jetzt muss ich Sie (und vor allem Tammy!) um Vergebung bitten und den dummen Jux beiseitelassen. Vergebung ist ein Schlüssel im Aufbau und bei der Festigung von Beziehungen, die beständig und belebend sind. Dies gilt für Beziehungen zwischen Leitern und Mitarbeitern, Ehemännern und Ehefrauen, sowie Eltern und Kindern – für menschliche Beziehungen aller Art.

Vergebung ist auch eine lebenswichtige Komponente in der Beziehung, die Gott mit uns hat. Gott, der die Liebe ist, hat die Menschheit mit einer Decke der Vergebung bedeckt, die er bedingungslos über uns ausgebreitet hat (d.h., dass wir seine Vergebung unverdient und ohne Gegenleistung erhalten). Indem wir durch den Heiligen Geist Vergebung empfangen und in ihr leben, verstehen wir immer besser, wie herrlich und wunderbar Gottes Liebe, die sich durch seine Vergebung erweist, tatsächlich ist. Als David über Gottes Liebe für die Menschheit nachsann, schrieb er: «Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?» (Psalm 8,4-5). Auch ich kann nur staunen, wenn ich bedenke: die grosse Macht und überschwängliche Grosszügigkeit Gottes bei der Erschaffung und Erhaltung unseres riesigen Universums, was eine Welt einschliesst, die, wie er wusste, den Tod seines Sohnes, an Stelle von anscheinend unbedeutenden und gewiss sündhaften Kreaturen wie Sie und mich, erfordern würde.

In Galater 2,20 schreibt Paulus, wie froh er darüber ist, dass Jesus Christus, der uns geliebt hat, sich selbst für uns dahingegeben hat. Leider wird diese herrliche Wahrheit des Evangeliums vom «Lärm» unserer schnelllebigen Welt übertönt. Wenn wir nicht aufpassen, können wir unsere Aufmerksamkeit verlieren für das, was uns die Heilige Schrift über Gottes Liebe, die sich in überschwänglicher Vergebung zeigt, zu sagen hat. Eine der mitreissendsten Lektionen, die in der Bibel über Gottes vergebende Liebe und Gottes Gnade geschrieben steht, ist Jesu Gleichnis vom verlorenen Sohn. Der Theologe Henry Nouwen sagte, dass er viel darüber gelernt habe, als er Rembrandts Gemälde «Die Rückkehr des verlorenen Sohnes» intensiv betrachtete. Es porträtiert die Reue des ungeratenen Sohnes, die ungerechtfertigte Schwere der Eifersucht des verärgerten Bruders und die unausweichliche liebevolle Vergebung des Vaters, der Gott repräsentiert.

Ein weiteres tiefgreifendes Beispiel für Gottes verzeihende Liebe ist das inszenierte Gleichnis, das im Buch Hosea nacherzählt wird. Was Hosea in seinem Leben widerfuhr, zeigt gleichnishaft Gottes bedingungslose Liebe und seine überschwängliche Vergebung für das oft eigensinnige Israel und dient als überwältigende Demonstration seiner Vergebung, die allen Menschen gewährt wird. Gott gebot Hosea eine Prostituierte namens Gomer zu heiraten. Einige glauben, dass damit eine Frau aus dem geistlich ehebrecherischen Nordreich Israels gemeint war. Auf jedem Fall war es nicht die Ehe, die man sich normalerweise wünscht, da Gomer wiederholt Hosea verliess, um ein Leben in der Prostitution zu führen. An einer Stelle heisst es, dass Hosea Gomer, so wird vermutet, von Sklavenhändlern zurückgekauft hat, doch sie lief weiterhin zu ihren Liebhabern, die ihr materiellen Gewinn versprachen. «Ich will meinen Liebhabern nachlaufen», sagt sie, «die mir mein Brot und Wasser geben, Wolle und Flachs, Öl und Trank» (Hosea 2,7). Trotz aller Versuche Hoseas, sie davon abzuhalten, suchte sie weiterhin die sündhafte Gemeinschaft mit anderen.

Es berührt sehr, wie Hosea immer wieder seine eigensinnige Frau aufnahm – sie weiterhin liebte und ihr bedingungslos vergab. Vielleicht hat Gomer hin und wieder versucht, die Dinge richtig zu machen, aber falls dies zutraf, war ihre Reue von kurzer Dauer. Schon bald fiel sie in ihre ehebrecherische Lebensweise zurück, um anderen Liebhabern nachzulaufen.

Hoseas liebevolle und vergebende Behandlung Gomers zeigt Gottes Treueverhältnis mit uns, selbst wenn wir ihm gegenüber untreu sind. Diese bedingungslose Vergebung hängt nicht davon ab, wie wir uns gegenüber Gott verhalten, sondern wer Gott ist. Wie Gomer glauben wir Frieden zu finden, indem wir uns in neue Formen der Sklaverei begeben; wir weisen Gottes Liebe zurück, indem wir versuchen, eigene Wege zu gegen. An einer Stelle muss Hosea Gomer mit materiellen Besitztümern freikaufen. Gott, der die Liebe ist, hat ein viel höheres Lösegeld bezahlt – er gab seinen geliebten Sohn Jesus «für alle zur Erlösung» (1 Timoteo 2,6). Gottes unerschütterliche, nie versagende, nie endende Liebe «erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles» (1. Kor. 13,7). Auch vergibt sie alles, denn Liebe «rechnet das Böse nicht zu» (1. Kor. 13,5).

Einige, die Hoseas Geschichte gelesen haben, mögen einwenden, dass wiederholtes Vergeben ohne Reue den Täter in seinen Sünden bestärkt – es ginge soweit, dass das Verhalten des Sünders gebilligt werde. Andere mögen behaupten, dass das wiederholte Vergeben den Übeltäter verleitet zu glauben, er komme mit allem durch, was er tun möchte. Um jedoch freigiebige Vergebung zu erhalten, bedarf es notwendigerweise des Eingeständnisses, dass man diese Vergebung braucht – und das ist so, unabhängig davon, wie oft Vergebung gewährt wird. Wer sich anmasst, Gottes Vergebung dazu zu benutzen, um wiederholtes Sündigen zu rechtfertigen, erhält auf keinen Fall die Vergebung, da es dem Betreffenden an Einsicht mangelt, dass Vergebung notwendig ist.

Die übertriebene Inanspruchnahme von Vergebung deutet eher auf Ablehnung als auf Annahme von Gottes Gnade hin. Eine solche Anmassung führt nie zu einer freudigen, versöhnten Beziehung mit Gott. Trotzdem führt eine solche Zurückweisung nicht dazu, dass Gott sein Angebot zur Vergebung zurückzieht. Gott bietet in Christus allen Menschen eine Vergebung an, die bedingungslos ist, unabhängig davon, wer wir sind oder was wir tun.

Diejenigen, die Gottes bedingungslose Gnade (wie der verlorene Sohn) angenommen haben, massen sich diese Vergebung nicht an. Im Wissen, dass ihnen bedingungslos vergeben wird, besteht ihre Reaktion nicht in Anmassung oder Zurückweisung, sondern vielmehr in Erleichterung und Dankbarkeit, was sich im Verlangen ausdrückt, mit Freundlichkeit und Liebe die Vergebung zu erwidern. Wenn wir Vergebung erhalten, wird unser Denken von den Blockaden befreit, die schnell Wände zwischen uns errichten, und wir erfahren dann die Freiheit, in unseren Beziehungen miteinander zu wachsen. Dasselbe trifft zu, wenn wir bedingungslos denen vergeben, die gegen uns gesündigt haben.

Warum sollten wir den Wunsch haben, anderen, die uns Unrecht getan haben, bedingungslos zu vergeben? Weil es dem entspricht, wie Gott in Christus uns vergeben hat. Beachten wir die Aussagen von Paulus:

Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus (Epeha 4,32).

So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit (Kolosa 3,12: 14).

Wenn wir die bedingungslose Vergebung, die Gott in Christus uns zuteilwerden lässt, empfangen und uns ihrer erfreuen, dann können wir wirklich den Segen wertschätzen, der in der Weitergabe der Leben spendenden, beziehungsbildenden, bedingungslosen Vergebung gegenüber anderen im Namen Christi besteht.

In der Freude darüber, wie sehr Vergebung meine Beziehungen gesegnet hat.

Hohepa Tkach

peresideni
TE KOMITI KORE-TAKITAKI


pdfVergebung: Ein lebenswichtiger Schlüssel für gute Beziehungen